Von innen nach außen

Gedichte, Gedanken und Kurzgeschichten

Alle Rechte an den Texten und Bildern besitzt die Autorin

Melissa Tara Nielsen

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My secret thinking winterladies, Melissa Nielsen, Feb. 2012

"The secret of life is to appreciate the pleasure of being terribly, terribly deceived." Oscar Wilde

Kindsgesicht, Melissa Nielsen Feb. 2012

Good News

"Good News" is a song I wrote and recorded with my friend Simon Korsak on the beautiful island of Fuerteventura! Inspired by its freedom and silence we had a wonderful time and I love to think back! Now I thought it’d be nice to share with you! Enjoy!
The lyrics can be found here:
http://soundcloud.com/tara-nielsen/good-news

But colours

And I dreamed there was no more dreaming of you,

but being with you,

no more thinking of you and your looks and kiss,

but feeling it and having you near and close to me.

No more guessing, but knowing.

No more asking, but experiencing.

And I dreamed that life was more intensive, stronger and convincing

than any of my dreams could be

or any picture I had so purely and in longing painted of you.

But what is a dream that reflects another

and then states the other’s wrong?

I don’t want to be a servant of my dreams.

I don’t want no more illusions,

but realities of life.

No more black and white,

but colours.

 

Durch ein Meer von Menschen

Sie sagte: „Ich würde noch nicht mal mit ihm Sex haben.“ Was heißt das?

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Weil es so ist,
spürst Du kaum mehr
die (zweisame) Einsamkeit
Wünsche gehen trinken
Suchen das Weite
Weil Du sie nicht mehr halten kannst
Verwalten kannst, Verwirrter.
Du drehst Dich
Augen zu
Gehst unter ohne Farben
Im Gesicht
Spiegelt sich keine Sonne
Und Wind weht nicht im Vakuum
Zu dumm
Du bist alleine
Und keiner zieht Dir Fische aus dem Meer.



©Melissa Tara Nielsen

Festgehalten

Es ist so schön, wenn man festgehalten wird.

Wenn man so lebt und durch die Straßen geht und nur selten mal wen streift, dann vergisst man manchmal, dass man einen Körper hat. Und da saß ich eines Mittags, der sich anfühlte wie ein Morgen, an meinem Schreibtisch und wollte mir gerade einen Kaffee aus der Küche holen, als ich festgehalten wurde. Es war nur meine Decke, die ich um mich gelegt hatte, weil es Frühjahr und noch kalt war, und die sich an meinem Stuhl verhakt hatte, sodass sie mich, als ich aufstehen wollte, festhielt. Es war weiter nichts. Aber es hat sich gut angefühlt, gerade so, als wollte jemand, dass ich bleibe.

© Melissa Tara Nielsen

Mein dicker Kopf möchte sich anlehnen

An Dich, Unbekannter,

der Du mich geweckt hast

mit Deiner Nähe

vor einiger Zeit.

Warum hast Du mich nicht selbst wach werden lassen?

Dann wäre ich vielleicht nicht geblieben

Und wiedergekommen

Dann könnte ich mich jetzt nicht an Deine Nähe erinnern

Und sie,

Die ich kaum kenne,

vermissen.

©Melissa Tara Nielsen

Tränen wiegen Liebe

Liebster, 
siehst Du die Tränen in meinen Augen?
Sie sind alle für Dich,
denn ich weine um Dich
und um Deinen Verlust.
Den Verlust von Dir und Deiner Liebe zu mir.
Jetzt, da Du gehst
– wohin auch immer – 
nimm sie mit,
trage sie bei Dir,
und wenn Du Dich alleine fühlst,
wenn Du einsam bist und Liebe sehnst,
halte sie fest.
Atme sie ein.
Trinke die Trauer.
Und Du wirst spüren, wie sehr ich Dich geliebt habe.
Mit jeder Träne habe ich Dich geliebt.
All die Zeit.
Sie sind, was bleibt.
Nimm sie an Dich.
Schätze ihren Wert
Sie wiegen Liebe, Liebster.
Meine Tränen wiegen Liebe.

©Melissa Tara Nielsen

Fremde Vertrautheit

Gedanken

Um nichts

Warten

Ohne zu wissen

Auf was

Traumloses Träumen

Geschmackloser Genuss

Blinde Aussicht

Gehörloses Lauschen

Umgeben von nichts

Als Gewohnheit

So lebt sie sich ein

und aus

in die fremde Vertrautheit.


©Melissa Tara Nielsen

Verrückt.
Als ich Dich nicht lieben durfte, 
liebte ich Dich.
Als Deine Liebe näher rückte,
wurde die meine unsicher.
Und als Du mich endlich liebtest,
ward meine Liebe verschwunden.
Ich weiß nicht wieso.
Es kam einfach so.
Und ging wieder.
Wie die Lust auf das Fliegen.
Wenn man sich freut, auf den Flug
und der Tag der Reise immer näher rückt
und man immer nervöser wird,
aber man schließlich nicht mal mehr das Flugzeug betritt.
Nicht aus Angst vor dem Flug 
oder der Landung,
aus Furcht vor dem Absturz.

©Melissa Tara Nielsen

Oh Leben

Oh, trage mich träge im Sturm, kleines Leben,

sie lügen und brauchen mich auf wie ein Kind.

Von Klangwelt bestimmt, bin ich ihm erlegen,

dem Leben im Takt und dem Träumen im Wind.


Erliege im Land meiner Liebe ich, Leben,

bloß flüsternd noch singend, wo niemand mich sieht,

entblöße mich zärtlich und folge dem Beben,

bei Nacht wirf mich nackt in den Klang der Musik.

©Melissa Tara Nielsen

Mother ship

And you would walk past her on your way to somewhere else when suddenly she would appear in all her hunger and poverty, in all her worn out dripping wisdom and longing for love and life and in all her so-hardly-worked-for fulfillment, unexpectedly moving behind that carefully opened window. Like a curtain, oppressively drab and grey, heavily hanging on the inside of some restrictively crowded house, where each thing always hides another. Once there must have been colour, you would think, years ago, on that fabric. And there truly was. But all that’s left of that colour is just the memory of which the bearer must have moved away some time ago, so he cannot tell its story anymore for the others to understand.

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Bild

Ich bin nicht das,

was man vorzeigen wollen sollte

aufhängen wollen sollte

das bin ich nicht

das sollte man nicht

mich aufhängen wollen

ich bin nicht gemalt

wurde ich nicht

gemalt

mit Farben

aus der Tube

ich bin nicht aus der Tube

ich will keinen Rahmen

ich bin kein Bild.

©Melissa Tara Nielsen